Ford Historie


Auszug aus der Geschichte von Ford

Am 16. Juni 1903 gründete Henry Ford mit einem Kapital von 28.000 US-Dollar in Detroit (Michigan) mit der Ford Motor Company erneut ein eigenes Unternehmen. Er benannte seine Fahrzeuge zunächst nach dem Alphabet und produzierte täglich nur wenige Autos in seinem Werk an der Mack Avenue, wo Gruppen von zwei bis drei Männern zugelieferte Teile zusammenbauten. In den ersten beiden Jahren wurden von den Typen Modell A, C und AC nur ca. 1700 Stück hergestellt.

Um die vom Markt geforderten Zahlen herzustellen, zog das Unternehmen bereits 1910 in die Highland Park Ford Plant, wo bis 1913 die neue Technik der Fließbandproduktion perfektioniert wurde. Henry Ford übernahm das Konzept des Austauschbaus von Eli Whitney, der auch die erste Fertigungsstraße entwarf. Mit größtenteils angelernten Kräften konnten so die Wagen günstiger und schneller hergestellt werden. Die Montagezeit eines Autochassis verringerte sich von über zwölf auf zuletzt nur noch 1,5 Stunden. Im Jahre 1918 war die Hälfte aller Autos in den USA ein "Modell T". Zu dem Wagen bemerkte Ford in seinen Lebenserinnerungen, seine Kunden könnten ihn in jeder Farbe der Welt bekommen – solange sie schwarz sei. (Original: "Any customer can have a car painted any colour that he wants so long as it is black." Mein Leben und Werk, 1922) Als die Produktion 1927 eingestellt wurde, hatte das Unternehmen über 15 Millionen "Tin Lizzy" hergestellt. Diese Zahl wurde erst Anfang 1972 vom VW Käfer übertroffen.

Historische Modelle

Das Ford Modell A Vorschaubild der Version vom 4. März 2013, 16:53 Uhrwar das erste Automobil, das von der neu gegründeten Ford Motor Company im Jahr 1903 produziert wurde. Dr. Ernst Pfenning aus Chicago, Illinois wurde am 23. Juli 1903 der erste Besitzer eines Modells A. 1.750 Autos von Modell A und seinem Nachfolger AC wurden von 1903 bis 1905 gebaut.




Der erste Ford Modell B war ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse, das in den Jahren 1904 und 1905 von der Ford Motor Company gefertigt wurde. Es besaß einen wassergekühlten VierzylinderReihenmotor mit Vorschaubild der Version vom 7. März 2013, 17:29 Uhr4,7 l Hubraum und 24 PS. Es war der erste „moderne“ Personenwagen von Ford, mit Frontmotor und Heckantrieb über eine Kardanwelle.


Das Modell T von Ford (ugs. auch Tin Lizzie, „Blechliesel“)Thumbnail for version as of 13:16, 28 February 2006 war bis 1972 das meistverkaufte Automobil der Welt, als dieser Titel vom VW Käfer übernommen wurde. Zwischen 1908 und 1927 wurden in den Vereinigten Staaten 15 Mio. Stück gebaut. Aufgrund des hohen Symbolwerts und der einfachen Technik existieren heute noch ca. 1 % aller gefertigten Exemplare. Das Modell T wurde auf Grund seiner Beliebtheit von 1909 bis 1918 auch von der Inter-State Automobile Company produziert.



Der Ford Köln war ein PKW-Modell der Kölner Ford Motor Company Aktiengesellschaft, das von 1932 bis 1936 produziert wurde. Ford Deutschland baut seit 1931 in Köln-Niehl PKW, ab 1933 Vierzylindermodelle. Vorschaubild der Version vom 25. Juli 2006, 10:40 UhrAus Marketinggründen bekamen ab 1933 die im Deutschen Reich produzierten Ford-Modelle deutsche Namen. So wurde aus dem Model Y der nach dem Werkssitz benannte Ford Köln. Das Modell Y wurde speziell für den europäischen Markt als kleines Auto (485 kg) konzipiert, verfügte über Dreiganggetriebe, Hinterradantrieb und einen Vierzylindermotor mit 933 cm³, der 16 kW (21 PS) bei 3400/min leistete und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h.



Der zweite Ford Modell B ist ein Mittelklasse-PKW, der nur 1932 von Ford in den USA 1932 und auch in Vorschaubild der Version vom 4. April 2013, 16:39 UhrKöln-Niehl von der deutschen Ford Motor Company AG (ab 1939: Ford-Werke AG) (dort als Ford Rheinland)als Nachfolger des Modells A produziert und verkauft wurde.



Der Ford V8 war ein PKW-Modell von Ford, das von 1932 bis 1940 gebaut wurde. Es gab den Ford V8 insgesamt in vierzehn verschiedenen Karosserievarianten, jedoch nicht alle Varianten über die gesamte Vorschaubild der Version vom 27. Juni 2013, 11:50 UhrBauzeit. Zweitürige geschlossene Varianten hießen Tudor, es gab sie als Three– oder Five Window-Version. Diese Bezeichnung wurde auch bei den Coupés genutzt, jedoch ohne den Zusatz „Tudor“. Die viertürige geschlossene Version bekam den Namen Fordor.



Vorschaubild der Version vom 30. Juni 2006, 19:07 UhrDas PKW-Modell Ford Eifel wurde als Nachfolger des Ford Köln zwischen 1935 und 1940 in Köln-Niehl von der deutschen Ford Motor Company AG (ab 1939: Ford-Werke AG) und zwischen 1937 und 1939 auch in Ungarn gefertigt. Es handelte sich um ein PKW-Modell mit Dreiganggetriebe und Vierzylinder-Seitenventil-Motor (1172 cm², 34 PS/25 kW bei 4250/min). Produziert wurde der Ford Eifel in unterschiedlichen Karosserieformen (z.B. als Limousine mit zwei Türen, als Cabrio mit zwei oder vier Sitzen, als Roadster und als Kleintransporter).

Typenübersicht in Europa vor 1990
Kleinwagen

 

1976–1983 Fiesta

Ford Fiesta (early days) Garmisch-Partenkirchen.jpgErste Generation des Ford-Kleinwagens. Mitte 1981 wurde er leicht überarbeitet, z. B. Stahlstoßstangen mit Kunststoffecken statt Chromstoßfänger.



1983–1989 Fiesta

Zweite Generation mit rundlicher gestalteter Front, anderer Innenausstattung und deutlich verbesserter Technik. Erster Fiesta mit einem Dieselmotor und mit geregeltem Katalysator.

1989–1996 Fiesta

Neuentwicklung mit modernem Fahrwerk, neuen Motoren und vielen technischen Neuerungen wie ABS, Servolenkung, Airbag und Klimaanlage. Wird parallel zu dem 1995 erschienenen Nachfolger noch ein Jahr lang als günstige Einstiegsversion „Classic“ angeboten.

1995–2001 Fiesta

Vierte Generation mit weitgehend gleicher Bodengruppe aber neuer Optik, neuem Innenraum und neuen Motoren. Ab dem Spätsommer 1999 als fünfte Generation mit geänderten Scheinwerfer und Kühlergrill entsprechend dem neuen New-Edge-Design. Beide Fahrzeuge waren auch als Mazda 121 erhältlich.

2001–2008 Fiesta

Sechste Generation und völlige Neukonstruktion, nun mit modernen Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Außerdem gab es wie beim Focus eine Sportversion mit dem Zusatz ST. Im Herbst 2005 erfolgte ein Facelift.

seit 2008 Fiesta

Siebte Generation
. Teile der Bodengruppe, des Fahrwerks und einige Technikteile wurden vom Vorgänger übernommen, der Rest komplett neu entwickelt. Als Basis diente die Studie Verve, an die sich die Designzüge des Serienfahrzeugs stark anlehnen. Wird als Ford Fiesta RS WRC seit 2011 in der Rallye-Weltmeisterschaft eingesetzt.

Kompaktklasse

1968–1974 Escort

Ford Escort MkI 1100 1972.JPGDer in Großbritannien entwickelte „Hundeknochen-Escort“ wurde als Limousine und Kombi angeboten. Ab 1973 auch als RS 2000 mit 100 PS.

 

1974–1980 Escort

Überarbeitete Karosserie mit neuem Kühlergrill und der Technik des Vorgängers. Der RS1800 war die Basis für das Weltmeisterauto von Ari Vatanen.

1980–1986 Escort

Völlige Neukonstruktion mit Wechsel auf Quermotoren und Frontantrieb. Es folgten im Jahr 1983 der fünftürige Turnier, das Stufenheck mit dem Namen Orion und das Cabriolet. Drei Sportversionen (XR3(i), RS1600i und RS Turbo) waren ebenfalls im Angebot. Die Produktion des Ford Escort lief bis ins Jahr 2000.

1998–2004 Focus

Erfolgreicher Nachfolger des Escort im New Edge Design, der 2000 und 2001 das meistverkaufte Automodell weltweit war. Zuerst wurde im Herbst 1998 das drei- sowie fünftürige Schrägheck eingeführt, Stufenheck und Turnier folgten Anfang 1999. Im Oktober 2001 folgte eine Überarbeitung an der Optik sowie der Technik. Das Fahrzeug wurde als Ford Focus WRC ab 1999 in der Rallye-Weltmeisterschaft eingesetzt.

Mittelklasse

1939–1942/1948–1952 Taunus G93A

MHV Ford Taunus G93A 1949 01.jpgDer „Buckel-Taunus“, ein Mittelklassewagen, der zwischen dem kleinen Ford Eifel und dem großen Ford V8 angeboten wurde. Man wählte eine Bauart, bei der die Karosserie mit dem Rahmen verschweißt ist. Stilistisch lehnte er sich an den amerikanischen Lincoln-Zephyr an.

 


1952–1959
Taunus 12M/15M

MHV Ford Taunus G13 03.jpgDer „Weltkugeltaunus“ mit dem Motor des Vorgängers. Ab 1955 mit neuem 1,5-Liter-Motor auch als 15M erhältlich. Weitere Karosserieversionen waren Cabrio, Turnier und Kastenwagen lehnte er sich an den amerikanischen Lincoln-Zephyr an.

 


1959–1962 Taunus 12M

Überarbeitete Ausgabe des „Weltkugel“-Modells, der auch „Streifentaunus“ genannt wurde. Als Taunus 12M Super auch mit 1,5-Liter-Motor.

1962–1966 Taunus 12M (P4)

Taunus, Belgian p2.JPGErster Ford mit Frontantrieb. Unter dem Namen Ford Cardinal in den USA für den dortigen Markt als Konkurrent des VW Käfer entwickelt, wurde später aber in Köln produziert. Neben der Limousine auch als Cabrio, Coupé und Turnier im Angebot.



1966–1970 Taunus 12M/15M (P6)

15mRSCoupé0769.jpgNachfolger des P4 mit den gleichen V4-Motoren und Frontantrieb. Bis 1967 hießen die Wagen „Taunus“ 12M/15M, danach Ford 12M/15M. Erhältlich auch als Coupé und Turnier.

Die Bauzeit des Ford Taunus endete im Jahr 1982, wo der Nachfolger als Ford Sierra vorgestellt wurde.

Obere Mittelklasse

1957–1960 Taunus 17M (P2)

Ford Taunus 17M deLuxe 1.JPGDer Ford P2 war die zweite Neukonstruktion eines PKWs nach dem Zweiten Weltkrieg, der von den deutschen Ford-Werken nach dem kleineren „Weltkugeltaunus“ Ford G13/G4B produziert wurde. Wegen seiner Form wurde er auch „Barocktaunus“ genannt.



1960–1964 Taunus 17M (P3)

2007-09-08 Ford 17M, Bj. 1963 (ret).jpgFords neue „Linie der Vernunft“ war ein Designmeilenstein. Bekannt auch unter dem Spitznamen „Badewanne“.




1964–1967 Taunus 17M/20M (P5)

Den Nachfolger des P3 gab es als 20M auch mit V6-Motor.

1967–1971
17M/20M/26M (P7)

Ford P7 front 20081002.jpgMit neuer Karosserie und den Motoren des P5. Erstmals kam die Bezeichnung „Ford“ statt „Taunus“ vor.



1972–1975 Consul

Sparversion des Granada, meist mit V4-Motor, und als Turnier größter seiner Klasse. im Herbst 1975 wurde er zu Gunsten des Granada eingestellt, da die Einstiegversionen die Bezeichnung übernahmen.

1972–1977 Granada

Ford Granada Coupe before rear three quarters reworked.JPGNachfolger der Ford 20M/26M (P7). Die Karosserievarianten umfassten zwei- und viertürige Limousine, ein Coupé und den praktischen Turnier. Im Herbst 1975 folgte eine Überarbeitung der Front (weniger Chromzierrat). Außerdem waren nun auch Vierzylinder-Motoren im Angebot, nachdem der Consul eingestellt wurde.



1977–1985 Granada

Ford granada ghia x.jpgDer zweite Granada in geglätteter Form. Die Karosserievarianten ab Sommer 1977 waren nun Limousine und Kombi. Das Coupé entfiel, sein Ersatz war die zweitürige Limousine. Im Spätsommer 1981 wurde der Granada überarbeitet und der Zweitürer verschwand damit auch.
Anfang 1985 kam dann das Ende der Baureihe – Nachfolger war der Ford Scorpio.

Coupe

seit 1964 Ford Mustang

2010 Ford Mustang V6 2 -- 07-01-2009.jpgLegendäres Sportcoupé aus den USA. In Deutschland aus Rechtsgründen als T5 vertrieben (nur Import). Seit 2004 ist die fünfte Generation erhältlich, die sich stilistisch an das Original von 1964 anlehnt und 2009 einer Überarbeitung unterzogen wurde.



1967–1968 OSI-Ford 20 M TS

MHV Ford-OSI 01.jpgSportcoupé, basierend auf der Technik Taunus P5 mit Gran Turismo-Karosserie der Firma Officine Stampaggi Industriali, abgekürzt O.S.I.




1968–1973 Capri

Ford Capri 1600 1598cc July 1969.JPGSportcoupé auf Basis des Taunus, wie auch seine späteren Nachfolger. Im Herbst 1972 folgte ein erstes Facelift. Ende 1973 wurde die Produktion der ersten Capri-Generation abgeschlossen.




1974–1977 Capri II/Capri II ’76

Zweite Generation des Sportcoupé, das von da an über eine große Heckklappe verfügte. Ein leichtes Facelift folgte Mitte 1976, bei dem auch die Ausstattungslinien neu geordnet wurden. Ende 1977 wurde die Fertigung beendet.

1978–1986 Capri II

Cars-redcapri-blackpool-amoswolfe.jpgIm Frühjahr 1978 folgte für das Sportcoupé ein umfassenderes Facelift. Der Capri erhielt nun auch einen Einspritzmotor und eine Turbovariante mit Vergaser, die bis zu 188 PS leisteten. Ab Ende 1984 wurde der Capri nur noch in Großbritannien verkauft, lief aber bis Ende 1986 in Köln (als Rechtslenker) weiter vom Band.
Im Jahr 1988 gab es ein neues Sportcoupe – den Ford Probe.



1983–1986 RS200

Ford RS200.jpgHomologationsmodell für die Gruppe B der Rallye-Weltmeisterschaft. 200 Einheiten waren für die Homologation nötig, gebaut wurden jedoch nur ca. 140 fahrfertige Einheiten.

 

 



Quelle-Typenübersicht in Europa vor 1990:
Die Bild- und Textauszüge stammen aus WIKIPEDIA.
Die Bilder sind direkt auf die Seiten sind verlinkt und geben Auskunft über die Lizenzen und Urheber.

Auskünfte über die großen Bilder in den Slidern (Seitenkopf) finden Sie im Impressum unter Bildrechte.
Ursprung dieser Bilder – WIKIMEDIA-COMMONS.